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Auf dieser Seite erwartet Sie in regelmäßigen Abständen ein besonderer Leckerbissen. Jeweils ein Werk (Musik, Text, etc.) aus meinem Archiv wird in Gänze vorgestellt. Dazu erfahren Sie die Entstehungsgeschichte und Hintergrundinformationen.
ARFANTA IN THE MIST
Im Prosecco Nebel entstand das Urlaubfilmchen ARFANTA IN THE MIST (Arfanta im Nebel) im Sommer 2003: zu sehen auf YouTube. Diese No-Budget Produktion spielt in den Weinbergen der Altamarca Trevigiana (Venetien). Der Film wurde mit einem Digitalfotoapparat aufgenommen, der weniger Pixel als Schrammen aufwies. Die Musik (Gitarre, Armkettchen, Löffel und Kochtopf) spielten wir direkt in das Mikro vom Laptop ein. Das Ganze wurde in einer Endlosschleife geloopt und unter die Filmepisoden gelegt. Was sagen Sie? … Nein, es gab kein Storyboard und … ja doch, der Film hat einige peinliche aber dafür sehr amüsante Sequenzen. Produktion: Torsten Heinemann (Wien) und Adrian Thomé, Featuring: Christoph, Elke und Pasqualita.
Übrigens: die Melodie des Liedes (das ausholende Orgelthema, das im Verlauf ebenso als Xylophon erklingt) musste ca. drei Jahre warten, bis sie Gehör erhielt. Zwar komponierte ich das Thema bereits damals, doch nach unzähligen Prosecci während des Drehs fühlte sich keiner von uns in der Lage, solche perfiden Noten zu singen.
SONG Anhören
2007 Copyright Adrian Thomé | KingWomba Records | Adrian Thomé Musikverlag München
Um diesen Song näher zu präsentieren, komme ich nicht umhin auch über den Ort ARFANTA zu sprechen. Die Menschen in dieser Region leben vom Prosecco. Sie atmen den Geist dieses sehr alten Getränkes und sicherlich fließt Prosecco in ihren Adern.
Bereits im Altertum war Prosecco als „vinum Pucinum“ hochgeschätzt. Da der Wein den Namen einer Traubensorte trägt, könnte er grundsätzlich überall hergestellt werden. Jedoch nur Prosecco aus einer gesetzlich definierten Region um die Gemeinden Valdobbiadene und Conegliano dürfen den Status eines „DOC“-Prosecco bei Einhaltung vorgeschriebener Qualitätsstandards tragen. Und genau zwischen Valdobbiadene und Conegliano liegt ARFANTA.
Trotz dieser großen Geschichte um ein kleines Dorf darf man als Besucher dieser Ländereien nie vergessen, dass das Wetter im Spätsommer manchmal nebelig sein kann. Manchmal mehr und manchmal noch mehr! Da sich Nebel von Wolken nur durch seinen Bodenkontakt unterscheidet, ansonsten jedoch nahezu identisch mit ihnen ist, fühlt man sich in diesem Paradies entsprechend himmlisch. Leider lässt dieser Nebel nur eine sehr geringe Sichtweite zu: etwa von der Nasenwurzel bis zur Nasenspitze.
Rückblickend liegt die Quelle meiner Inspiration in oben beschriebener Stimmung. Die Musik sollte einerseits etwas „nebulöses“ ausdrücken, dass sich in Italien nicht nur hinter Nebelschleiern verbirgt. Andererseits sollte das Lied schräg und schnulzig glänzen, ganz so wie die Plastiktischdecken in den unzähligen Prosecco Tavernen... oder eben wie die Menschen in ARFANTA, mit ihrem Charme einer David Lynch Dokumentation über das mysteriöse Verschwinden der Weinkönigin während des Dorffestes.